Fotogeschichten

Homage an die anarchistisch-hedonistische Seele Georgiens

von Heike Schulz

Georgien ist ein Land, in dem sich die Lebensumstände für die Bevölkerung so schnell ändern, dass ein Bericht aus dem Jahre 2004 schon wie ein nostalgischer Rückblick wirkt: Die Markthalle, die in diesem Essay beschrieben wird, existiert nicht mehr. 2007 wurde sie gesprengt und hunderte von Kleinhändlern und Bauern werden nach und nach von der Strasse verdrängt. Freunde aus Tiflis erzählen sogar, dass die Unruhen im November 2007 mit den Protesten der Kleinbauern begonnen haben. Nach dem Verschwinden der Markthalle sollen die Bürger von Tiflis ihre Lebensmittel jetzt in der uns leider nur zu gut bekannten Form - gut verpackt, oft giftig und geschmacklos - in teuren Lebensmittelläden einkaufen. Die Georgier waren immer sehr stolz auf ihre gute Küche und die frischen Lebensmittel aus dem eigenen Land. Da lohnt sich ein kleiner Rückblick? auf die traditionelle, georgische Ess- und Festkultur, auf die Kleinhändler, die die Straßen belebten und eine Landwirtschaft, in der Bio noch Tradition heisst.

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